Kumite-Lehrgang mit Toshihito Kokubun Sensei am 4. und 5. Juli 2026 in Siegen
/Die richtige Distanz entscheidet - ein Lehrgangsbericht von Markus
Bereits Ende 2025 hatten Rolf und Christine Kringe vom Bushido Siegen meine Familie und mich zu diesem besonderen Lehrgang mit Toshihito Kokubun Sensei (7. Dan) eingeladen. Kokubun ist ein international renommierter japanischer Karate-Meister und eine Koryphäe im Bereich des Kumites (Freikampf). In seiner aktiven Wettkampfzeit war er u.a. mehrfacher japanischer Nationalmeister im Kumite.
Bereits am Freitagabend erwartete uns ein besonderer Auftakt: ein internes Training des Bushido Siegen mit Kokubun Sensei. Auch hierzu eingeladen worden zu sein, war für uns eine große Ehre. Schon diese erste Einheit gab einen Vorgeschmack auf das bevorstehende Wochenende. Kokubun Sensei vermittelte seine Inhalte präzise und zugleich mit einer spürbaren Freude am gemeinsamen Training.
Am Samstag begann dann der eigentliche Kumite-Lehrgang, bei dem sich alles um die richtige Distanz drehte. Im Mittelpunkt stand das von Kokubun Sensei vermittelte Prinzip des „Masakai“. Es beschreibt die individuelle maximale Reichweite einer Technik – also genau jene Grenze, an der ein Angriff den Partner gerade noch erreichen kann. Diese Distanz ist nicht für jeden Karateka gleich. Körpergröße, Reichweite, Technik und Bewegungsfähigkeit spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die Position und Reaktion des Gegenübers.
Kokubun Sensei zeigte eindrucksvoll, dass eine wirkungsvolle Technik allein nicht genügt. Erst im Zusammenspiel mit der richtigen Distanz kann sie im Kumite erfolgreich eingesetzt werden. Wer zu weit entfernt ist, erreicht sein Ziel nicht. Wer sich zu früh oder zu weit in die gegnerische Reichweite bewegt, setzt sich selbst einem Angriff aus. Entscheidend ist deshalb, das eigene Masakai ebenso zu kennen, wie das des Partners.
Unser herzlicher Dank gilt Toshihito Kokubun Sensei sowie Rolf und Christine Kringe für Einladung und Organisation, Egor Praslow für Organisation und Demonstration der Übungen und Cheyenne Heumann für die ausgezeichnete Übersetzung. Ebenso danken wir allen Helferinnen, Helfern und teilnehmenden Karateka.
Oss!
Markus Picone




